Endlich die richtige Körbchengröße: ALBA Berlins neuestes Projekt

3. Januar 2017

Spannende Partien, volle Hallen, euphorische Fans: Basketball ist in Deutschland schon lange keine Nischensportart mehr. Trotzdem dribbeln hierzulande wesentlich weniger Kids mit der Riesenorange in der Halle, als in südeuropäischen Ländern. Der Basketball-Verein Alba Berlin will das ändern und beweist, dass es doch auf die Größe ankommt – oder zumindest die Höhe.

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Spürst du das Dribbeln?

Alba Berlin, das Team mit dem Albatros, wurde 1989 als „BG Charlottenburg gegründet“. Nur zwei Jahre später, „nach der Wende“ wurde der Verein in „ALBA BERLIN Basketballteam e.V.“ umbenannt. Von Anfang an engagierte sich der Verein im Bereich Nachwuchsförderung. Heute versammelt Alba neben dem Profi-Team auch die Ressorts Jugendbasketball, Rollstuhlbasketball und Cheerleading in seinem Vogelnest. Ach, und eigene Gifs haben die Jungs auch schon!

 

Motivation ist alles

Deutschlands Basketball-Szene hat das gleiche Problem wie eine volle Bahnhofskneipe: zu wenig Kurze. Während in Spanien knapp 115.000 Kids unter 12 Jahren in Basketballteams spielen – in Frankreich und Italien sogar bis 150.000 – dribbeln hierzulande nur rund 20.000 Vereins-Kinder übers Spielparkett. Aber warum?

 

Alba Berlins neuer Sportdirektor Himar Ojeda hat eine Antwort: „...die Korbhöhe spielt eine sehr wichtige Rolle.“ Dass Kids auf dieselbe Korbhöhe zielen wie die „Großen“, sei in seinem Heimatland Spanien undenkbar. Er sieht darin einen Hauptgrund für den mangelnden Nachwuchs im deutschen Basketball.

Merke: Die internationale Turnierhöhe eines Basketballs beträgt 3,05 Meter. Das ist schon so, seit der Hausmeister Pop Stabbins 1891 Pfirsichkörbe an einen Balkon, in einer Höhe von 10 Fuß (besagten 305 Zentimetern) befestigte. Hätte Hausmeister Stabbins übrigens, wie angewiesen, Holzboxen benutzt, hieße das Spiel heute „Boxball“. Funfact.

 

Ungeachtet dessen wünschen sich diverse Sportverbände seit geraumer Zeit höhenverstellbare Körbe. Die Überlegung dabei: Bei knapp drei Metern Höhe, trifft zunächst kaum einer der jungen Sportskanonen. Das Problem: Ohne Erfolgserlebnisse verlieren die Kids die Lust und die Profivereine damit den Nachwuchs.

 

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Jetzt: Körbe für alle

Damit sich das ändert, hat Alba Berlin die Korb-Affäre nun zur Chefsache erklärt. Mit Erfolg. In Zusammenarbeit mit der „Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft“ holen die Albatrosse zwar nicht die Sterne vom Himmel, aber Basketballkörbe auf ein motivierendes Maß herunter: 265 Zentimeter.

Berlin-Spandau möchte in den nächsten fünf Jahren 30 Sportanlagen umzurüsten. Weitere Bezirke machen bereits mit und willigten ein, bei Neuanschaffungen nur noch höhenverstellbare Korbanlagen zu berücksichtigen. Das große Ziel: Deutschland. Berlin soll ein Vorbild sein und die Basketballkultur hier stärken. Damit es auch wieder Talente gibt, die man fördern kann.

 

Na dann, ab zum Basketball. Schon mal bei nem Spiel der Albatrosse dabei gewesen? Tickets gibt’s hier.