Einfach mal appschalten

19. September 2016

Du bist bestens vernetzt, ständig online und bei jedem Piep sofort zur Stelle? Dann gehörst du zu den Menschen, die die Möglichkeiten des modernen Kommunikationszeitalters in vollen Zügen genießen – sofern du weißt, dass es auch hilft, das Smartphone hin und wieder abzuschalten.

 

Hand aufs Herz: Fällt es dir schwer, ohne Smartphone aus dem Haus zu gehen oder es einfach mal einige Stunden lautlos in der Tasche zu lassen? Wenn ja, dann zählst du mit großer Wahrscheinlichkeit zu den Nomophobikern unter uns. Ja, du hast richtig gelesen. Für die Angst, ohne Smartphone zu sein, gibt es mittlerweile einen Namen: Nomophobie, kurz für „No-Mobile-Phone-Phobia“.

 
Dein Herz tanzt – dank Smartphone

Für die Angst offline zu sein gibt es eine einfache Erklärung: Durch das Smartphone sind wir daran gewöhnt, schnell und unkompliziert zu kommunizieren. Hat uns eine neue Nachricht erreicht, werden im Körper Glückshormone freigesetzt. Unser Gehirn ist ein positiver Verstärker und belohnt uns, wenn wir online sind und regelmäßig auf unser Smartphone schauen. Die nächste Nachricht kommt bestimmt.

 

Unbewusst sehen wir immer öfter auf dem Smartphone nach, ob wir etwas verpasst haben. Gibt es nichts Neues, bleibt die Freisetzung der Glückshormone aus. Klar, dass wir dann in immer kürzeren Abständen erneut online gehen, oder? Schließlich wollen wir uns ja über neue Nachrichten freuen. Das gleicht einer Endlosschleife und das Smartphone ist durchgehend in unserem Bewusstsein präsent: Gedanklich sind wir dann immer online, selbst wenn das Smartphone in der Tasche schlummert.

 

Offtime: Die App für digitalen Zwangsurlaub

Ironie des Schicksals: du willst das gedankenlose Herumwischen auf dem Smartphone beenden? Ausgerechnet eine App soll jetzt dabei helfen. Das gleichnamige Berliner Start-up hat die Offtime App entwickelt, damit du dein Smartphone-Nutzungsverhalten analysieren kannst. Die App zeigt an, wie oft du das Smartphone täglich entsperrst und auf welchen Kanälen du wie lange online bist.

Auf Wunsch kannst du dann Offline-Zeiten für einzelne Anwendungen festlegen, ausgewählte Funktionen und Apps sperren und Freunde zu Offline-Zeiten einladen. Einfach mal spontan das Handy ausschalten wäre auch eine Option. Aber mal ehrlich: Online Offline-Zeiten zu planen macht doch gleich viel mehr Spaß, oder?  

 

 

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Smartphone-Knigge: wann du offline gehen solltest

Und wenn du zum gemeinsamen Essen mit der Family eingeladen bist, überrasche sie und lasse dein Handy einfach mal aus. Die Welt wird mit Sicherheit nicht untergehen, wenn nicht jede Mahlzeit auf Instagram gepostet wird. Es wäre ja dramatisch, wenn jedes Geheimrezept gelüftet würde.

Deine Freunde verstehen deinen Smartphone-Tick. Bei ihnen fühlst du dich in bester Gesellschaft, denn ihr seid Europameister im auf dem Smartphone-Herumwischen. Drückt einfach mal auf Pause und sprecht miteinander – so ganz analog.

 

Besser offline was verpasst, als online vor die Wand gelaufen

Wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst, werden dir viele Menschen auffallen, die mit Smartphone in der Hand nur knapp der Kollision mit einer Laterne entgehen. Spiele ein Spiel und zähle die Menschen, die mit dem Smartphone fast gegen eine Laterne laufe. Aber hilf ihnen, wenn es tatsächlich passiert. Das Jugendwort des Jahres 2015 hat diesen Online-Fanatikern mit dem Wort Smombie (Wortschöpfung aus Smartphone und Zombie) sogar einen passenden Namen gegeben.

 

 

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Ob mit oder ohne App: Wenn du feststellst, dass du dich offline unwohl fühlst, ist es Zeit für einen bewussteren Umgang mit dem Smartphone. In vielen Situationen wissen wir, dass das Smartphone fehl am Platz ist – und schauen trotzdem immer wieder drauf. Kommt dir bekannt vor, oder?

Frag dich also selbst nächstes Mal, wenn du mit Smartphone in der Hand spazieren gehst und Gefahr läufst, vor die Wand zu rennen: Willst du ein Smombie sein?