Sex wird smart: Das smarte Kondom i.Con trackt deinen Bettsport

28. März 2017

Fitnesstracker erfassen deinen Alltag, Schlafsensoren deinen Schlaf – alles ganz normal für uns heute. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf die Idee kommen würde, auch die schönste Nebensache der Welt zu tracken. Mit i.Con, dem ersten smarten Kondom ist das nun möglich. Was genau es mit dem besonderen Gadget auf sich hat, haben wir uns genauer angesehen.

i.Con

Erotisches Zubehör mit Mehrwert

Die Idee dürften wohl schon mehrere Herren gehabt haben. Das neue Fitnessarmband könnte man ja zum Beispiel nicht nur zum Joggen, sondern auch für andere, nicht minder sportliche Aktivitäten zu nutzen. Das ist in der Praxis allerdings eher schwer umzusetzen. Schließlich sind Fitbit & Co. eher für Handgelenke und Arme, statt für das beste Stück gedacht. Mal ganz abgesehen davon, was die andere beteiligte Person überhaupt dazu sagen würde. Mit i.Con könnten diese Probleme der Vergangenheit angehören.

 

Obwohl i.Con vom Hersteller British Condoms als „Smart Condom“ angepriesen wird, ist das Gadget eigentlich eher Zubehör für das reguläre Präservativ. Genauer gesagt ist das i.Con ein größenverstellbarer Ring, der über dem oberen Ende eines eigentlichen Kondoms platziert wird. Umgeben von abwaschbarem Gummi, befinden sich im i.Con ein Sensor, ein Micro-USB-Anschluss und natürlich eine winzige Akkueinheit.

Aber was genau kann das i.Con nun eigentlich messen?

 

Ring of Fire

Das i.Con misst, wie viele Kalorien du verbrennst, während ihr durch die Laken wälzt. Außerdem erfasst der Ring deine Betriebstemperatur.

 

Von 0 auf 100

Die integrierten Sensoren messen die Geschwindigkeit deiner Beckenbewegung. In deinem Freundeskreis könntest du: „Ich war schneller!“ also künftig öfter hören. Das Gadget misst übrigens auch gleich die Anzahl der Stöße und errechnet deren Durchschnittsgeschwindigkeit. Infos, die in keinem ordentlichen Lebenslauf fehlen sollten.

 

Unverhofft kommt oft

Natürlich sagt dir die dazugehörige App auch, wie viel Liebhab-Sessions du seit Aufzeichnungsbeginn schon hattest. Damit im Freundeskreis auch so richtig Wettbewerbsstimmung aufkommt, ist eine „Umfangmessung“ übrigens inklusive. Derzeit noch in der Beta-Phase, ist die Messung der Anzahl der Stellungswechsel. Da weiß man doch, was man künftig am Frühstückstisch auswerten kann. Aber der Ring hat noch eine ganz wichtige, wirklich sinnvolle Funktion ...

 

#SaferSex

So schön und praktisch es auch ist, wenn es für untenrum mal anständige Messungen und Vergleichswerte gibt – Sinn und Zweck des Kondoms ist doch ein anderer. Stichwort Geschlechtskrankheiten. Die sicherlich wichtigste Funktion des i.Con ist der eingebaute „Antibody-Alarm“. Ein Sensor registriert Antikörper in deinem Blut. Eine erhöhte Anzahl Antikörper ist ein Warnhinweis – den du diskret in der App angezeigt bekommst.

 

(Noch) nicht leicht zu haben

Der Verkaufsstart soll noch in diesem Jahr erfolgen, allerdings vorerst exklusiv in Großbritannien. Aktuell gibt es schon 96.000 Vorbestellungen für das spezielle Wearable. Sollte die Markteinführung gelingen, ist es sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis du i.Con auch hierzulande erwerben kannst. Wenn alles klappt, gehört das i.Con dann für umgerechnet ca. 70 Euro dir.