Neue Freunde, neue Connections: Per Smartphone-App zum perfekten Lunchpartner

25. Januar 2017

In Filmen entstehen die schönsten Freundschaften und Begegnungen zufällig. In der Realität verschwinden aber immer mehr Menschen hinter ihren Handydisplays und Laptops. Die App „Connect“ soll dich hinter dem Bildschirm hervor locken. Und was genau dein Mittagessen damit zu tun hat, erfährst im folgenden Beitrag.

Freunde beim Mittagessen

 

Mensa-Meeting war einmal …

Die Mittagspause in der Mensa war lange der Ort für sozialen Austausch. Hier wurde über den Prof getuschelt und zusammen über die Erinnerungen an die letzte Party gelacht. In den USA isst man mittlerweile allerdings öfter alleine. Die Washington Post berichtet in einem Artikel, dass über die Hälfte aller Befragten Amerikaner ihr Mittagsessen und Snacks alleine verzehren. Auch am Arbeitsplatz.

 

Das mag mit einer anderen Zahl zusammenhängen. Im Schnitt verbringen Menschen 50 Minuten täglich bei Facebook & Co. Diese 50 Minuten lassen sich, besonders in der Mittagspause, deutlich besser nutzen. Wie wäre es damit, echte Menschen kennenzulernen und neue Bekanntschaften zu machen? Und das so ganz offline.

Pizza mit Freunden

Für das M.I.T.einander

Das Massasuchetts Institute of Technology, kurz MIT, ist eine der einflussreichsten Universitäten Amerikas. Von der Krebsforschung bis zur Energiewende, wird hier die Welt verändert.

Es geht aber auch weniger technisch. Das Projekt Connect soll interessante Menschen für ein Mittagessen zusammenbringen. Die Smartphone App findet Lunch-Partner, die füreinander interessant sind und viele gemeinsame Gesprächsthemen haben könnten.

 

Friendship statt Parship

Klar, „alle 11 Minuten verliebt sich...“ - du weißt schon. Aber das Leben besteht ja aus mehr, als deinem Hormonhaushalt. Im Zuge der Entwicklung von Connect, befragte das Team eine Reihe von Studenten bei Hackathons und anderen speziellen Events. Viele der Befragten gaben an, auf der Suche nach neuen Freundschaften zu sein. Richtig gelesen, kein Dating.

Und Connect soll genau dabei helfen. Grundlage ist ein Nutzerprofil, das mit deinen Hobbys, Interessen, aber auch Essensvorlieben und – ganz wichtig – Verfügbarkeiten gefüttert wird. Auf Basis dessen, sucht Connect einen Lunch-Partner. Der ausgewählte Kandidat hat dann im Idealfall genug Gemeinsamkeiten, damit ihr beide euch wohlfühlt, und euch der Gesprächsstoff nicht ausgeht.

 

 

So fliehst du aus deiner virtuellen Filterbubble und kannst dein Leben endlich mal wieder live und real genießen. Nach jedem Lunch kannst du Feedback abgeben, um deine Suche zu optimieren.

 

Connect the World

Das Konzept scheint aufzugehen. Umfragen unter Connect-Teilnehmern ergaben, dass ein Drittel der Teilnehmer bereits dauerhafte Freundschaften auf diesem Weg geschlossen hat. Auch die Hochschule hat das Projekt überzeugt. Das MIT sponsert viele Lunch-Dates und bringt so immer mehr Studenten dazu, Connect selbst auszuprobieren. Auf lange Sicht, soll das Projekt allerdings zum Selbstläufer werden und 2017 seinen Service weltweit anbieten. So können auch Hochschulen die Vernetzung ihrer Studis verbessern. Große Kennlern-Events sind nett, aber ein persönliches „1+1 Mittagessen“ ist eben unschlagbar.

Connect zeigt, auf welche Weise Software dabei helfen kann Netzwerke wieder sozial zu machen. Dafür ein Like!

 

Was sagst du zu dieser Idee? Würdest du es selbst ausprobieren?