#Rulebreaker Graf Fidi - Normal, verschieden zu sein

22. November 2016

Graf Fidi teilt seine Meinung mit – ohne Umschweife und rappend. Das klingt fürs Erste selbstverständlich. Dabei ist er ein echter #Rulebreaker.

Graf Fidi

Die Turnschuhe quietschen, es wird gerangelt und laut gelacht. Im Jever Neun ist jeden Tag etwas los. Hier können Kinder und Jugendliche ihre Freizeit aktiv gestalten, kreativ sein und gemeinsam Zeit verbringen. Mittendrin sitzt Hans-Friedrich Baum:

„Meine Aufgabe ist es, Kindern, die noch keinen Kontakt zu behinderten Menschen hatten, Behinderung näherzubringen.“

 

Hans-Friedrich Baum, auch Fidi genannt, macht diese Mission zu seinem Beruf. Die soziale Arbeit macht ihm Spaß und fordert ihn tagtäglich. Er engagiert sich gegen Diskriminierung und für Inklusion und Barrierefreiheit. Seine Meinung teilt er am liebsten musikalisch mit – als Rapper unter dem Künstlernamen „Graf Fidi“.

Aber Graf Fidi ist anders als viele Musiker, die sich nicht nur durch ihre Songs, sondern auch durch Aussehen und Statussymbole profilieren. Geboren mit einer Gehbehinderung und nur sechs Fingern meistert er Job und Leidenschaft. Der Rapper beweist, dass man trotz körperlicher Einschränkungen alles wollen kann.

„Meine Aufgabe ist es, daran zu arbeiten und mich aus der Schublade rauszuholen oder zu sagen, ja, es stimmt. Meine Prämisse ist: immer erst einmal probieren.“

Graf Fidi macht seine Behinderung zum Markenzeichen – und mit seiner offenen Art und seinen direkten Texten anderen Betroffenen Mut. „Es ist normal, verschieden zu sein“, sagt Fidi.

Für ihn gilt: Jeder kann sein Ding verwirklichen, egal wie gehandicapt er ist.