Zu gut für die Tonne: Mit der App “Too Good To Go” rettest du Lebensmittel

6. März 2017

Laut Studie werfen wir Deutschen im Jahr rund 80 Kilo Lebensmittel pro Person weg – dabei könnten wir knapp zwei Drittel davon noch essen. Auch Supermärkte und Gastronomie sind oft gezwungen, nicht verkaufte Sachen wegzuwerfen. Mit der Smartphone App „Too Good To Go“ sollen nun beide Seiten von einer unkomplizierten Lösung profitieren.

Too Good To Go

Auf den Tisch statt in die Tonne

Die meisten Länder der westlichen Welt haben strenge Hygienegesetze. Das ist für dich als Endverbraucher gut, weil es deine Gesundheit schützt. Es zwingt Restaurants, Bäcker und Shops aber auch dazu, Unmengen an noch haltbaren Lebensmitteln auszusortieren und wegzuwerfen. Hier kommt nun die neue Smartphone App „Too Good To Go“ ins Spiel.

 

Wie’s genau läuft? Für durchschnittlich 2,00 bis 3,50 Euro kaufst du Restaurants und Shops in deiner Umgebung die übrig gebliebenen Lebensmittel und Gerichte ab – und das einfach via Smartphone App. In großen Städten wie Hamburg, Berlin oder Leipzig, hast du jetzt schon eine breite Auswahl an teilnehmenden Restaurants. Von der Backstube bis zum Sushi-Restaurant ist alles dabei. Im folgenden Video bekommst du einen kurzen Einblick.

 

Was du genau bekommst hängt vom jeweiligen Tagesgeschäft ab. Pech kannst du nie haben, denn wann bekommst du schon tagesfrisches Sushi für 2,50€? Jedes Geschäft hat bestimmte Abholzeiten für seine Boxen und Tüten – meistens gegen Ladenschluss. Die genauen Zeiten je Restaurant sind alle in der App gelistet. Auch die Boxen und Tüten werden von TGTG gestellt und bestehen aus Zuckerrohr und Recycle-Papier. Wenn schon, denn schon.

 

Auch immer mehr Tankstellen nehmen an dem Projekt teil. Seit sie zu Mini-Märkten mit Gastronomie geworden sind, fällt auch hier immer leckeres Essen für einen schmalen Taler ab. Und alles was nicht weggeworfen und verbrannt werden muss, hilft der Umwelt. Übrigens: auch die Bezahlung erfolgt direkt über die App. So musst du dein Wunsch-Essen nur noch vor Ort abholen.

 

Damit die Umwelt grün wird, nicht das Essen

In der App oder direkt auf der Website können sich Unternehmen eintragen. Dabei ist vom kleinen Coffeeshop bis zur großen Restaurantkette jeder gerne gesehen, der einen Teil zur Nachhaltigkeit leisten möchte. In einem Beitrag des britischen Evening Standard gibt Mitgründer Chris aber zu: „Es sind die großen Ketten, die große Mengen an Essen wegwerfen, aber hier ist es schwer, überhaupt mit den richtigen Leuten zu sprechen.“

Dabei spricht einiges dafür: laut Angaben der deutschen Website wurden in weniger als einem Jahr durch die App 900 Tonnen CO₂ eingespart. Ziemlich anständig, oder?

 

Wer hat`s erfunden? Briten in Dänemark, die jetzt in Berlin leben...

Die Entstehungsgeschichte der App wird weder in Interviews noch in Beiträgen breitgetreten. Als die beiden Too-Good-To-Go-Gründer Chris und Jamie sich zusammen mit anderen Leuten in Dänemark aufhalten, entwickeln sie die TGTG-App. Dank zahlreicher Kontakte und diverser Querverbindungen, gelingt es der Handy App schon nach kurzer Zeit den skandinavischen Raum abzudecken. Anfang 2016 startet das Projekt auch in Berlin und Hamburg – mittlerweile bundesweit. Seit Beginn des neuen Jahres hat Too Good To Go Standorte in neun Ländern – jeweils in Kooperation mit dort ansässigen Organisationen und Vereinen. Hierzulande zum Beispiel mit ZuGutFuerDieTonne.de und dem SocialImpactLab.

 

Mit dem Smartphone einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, kann so einfach sein. Probier’s doch direkt mal aus. Too Good To Go gibt es im App Store und für Android zum Download.

 

Mit welchen Smartphone Apps tust du Gutes? Erzähl uns in den Kommentaren davon.

 

Das passende Smartphone mit genug Speicherplatz für diese und weitere coole Apps findest du natürlich auf www.otelo.de.