Und Schnitt: Mit diesen Apps holst du alles aus deinen Smartphone-Videos

27. Juni 2017

Ob Urlaubsabenteuer, Party oder ein Konzert deiner Lieblingsband: Dank Smartphone ist ein Video davon schnell im Kasten – natürlich in hochauflösender Qualität. Um dem Video den letzten Schliff zu verleihen, fehlt nur noch der richtige Schnitt. Wir stellen dir fünf Videoschnitt-Apps vor, mit denen du aus deinen Videoschnipseln kleine Film-Highlights machst.

Video

AndroVid – die unkomplizierte Einsteiger-App

Wer seine Handyclips nicht ungefiltert online stellen möchte, braucht nicht gleich den Profi-Schnittplatz. Die kostenfreie App "AndroVid" für Android bietet die Möglichkeit, deine Videos zu kürzen und in verschiedene Formate (auch MP3) zu konvertieren. Einige simple Effekte (inklusive Text) sind ebenfalls enthalten. Einen Vorteil bietet sicherlich auch der Frame-Grabber. Mit ihm kannst du Einzelbilder aus dem Video extrahieren. Für 2,29 Euro kannst du auf die werbefreie Pro-Version upgraden.

Als Alternative für dein iPhone empfehlen wir dir den Splice Video-Editor. Hier kannst du auch verschiedenes Material zusammenfügen und mit Übergängen verbinden.

 

Media Studio – Einsteiger-App mit Extras

Wer bereits die ersten Schritte gemacht hat und sich noch kreativer austoben will, kann das mit der App Media Studio. Mit ihrer Hilfe kannst du schnell Videos kürzen und schneiden. Mit der Möglichkeit, Bereiche unkenntlich zu machen („to blur“) ist Media Studio außerdem auch für die sozialen Medien geeignet. So kannst du deine Urlaubsvideos teilen und deine Persönlichkeitsrechte bleiben geschützt.

Wer schon einmal ein wenig Hollywood-Luft schnuppern will, kann mit der Greenscreen-Funktion experimentieren. Hierbei wird ein monofarbener Bereich durch einen digitalen Effekt ersetzt. Das funktioniert am besten mit kräftigen Farben wie Grün oder Pink, die sich bestenfalls nicht im eigentlichen Motiv wiederfinden.

Für dein iPhone würde sich auch die App Videoschnitt Filmmaker Pro eignen. Sie ist zwar vergleichsweise unkompliziert, bietet aber noch mal mehr Funktionen als Media Studio.

 

Kine-Master – für absolute Social-Media-Fans

Mit Kine-Master kommt jeder auf seine Kosten, der seine Videos schnell auf YouTube, Facebook & Co. teilen möchte. Eine intuitive Bedienung grundlegender Videoschnitt-Möglichkeiten, die Option Notizen, Skizzen, etc. direkt per Fingereingabe im Video zu verewigen und dazu vielseitige Sharing-Möglichkeiten (Facebook, Twitter, YouTube, Cloud, etc.), machen den Kine-Master zum perfekten Smartphone-Video-Editor für Social Media.

Kine-Master gibt es glücklicherweise für Android UND für dein Apple iPhone.

 

iMovie: für ambitionierte Einsteiger und Fortgeschrittene

Apples hauseigene Softwarepakete haben oft den Vorteil, dass sie interkompatibel auf dem großen und kleinen Screen funktionieren. Bei dem Apple-exklusiven Video-Editor iMovie ist das ebenso. Auch in der mobilen Version kannst du 4K-Material auf verschiedenen Spuren zusammenführen, nachvertonen, mit Effekten ausstatten und bei Bedarf an der Geschwindigkeit drehen. Noch besser ist allerdings, dass du die Bearbeitung auf iPhone oder iPad beginnen und am heimischen Mac beenden kannst. Mehr Flexibilität findest du nirgends.

 

Pinnacle Studio Pro – Allrounder für Profis

Wenn du bereits Erfahrung mit Videoschnitt hast und dein Know-how auch via Touchscreen ausleben willst, gibt es vermutlich nur eine echte Option: Pinnacle Studio Pro (nur für Apple). Von der Farbkorrektur über die Bild-in-Bild-Option bis zur Direktaufnahme eines Videos in der App, verwandelt dieser Video-Editor dein Smartphone tatsächlich in ein mobiles Schnittstudio.

Als Alternative für Android-Geräte bietet der PowerDirector zwar nicht den gleichen Umfang, dafür aber in puncto Bildeffekte eine recht breite Palette.

Übrigens: Ein gutes Schnittprogramm, egal ob mobil oder stationär, ersetzt aber nie das richtige Know-how beim Filmen. Deswegen hier noch drei wertvolle Tipps für die mobile Filmerei:

 

  • Filme im Querformat: Auch wenn es verführt, aber – #NoSir – Filme werden so gut wie nie im Hochformat angeschaut. Deine Zuschauer danken es dir, wenn du dein Handy einfach um 90° neigst.
  • Externe Beleuchtung: Ja, du hast ein starkes Licht in deinem Smartphone, aber: Wenn du nicht gerade das „Blair Witch Project“ neu inszenieren willst, ist natürliches Licht immer angenehmer. Außerdem bietet dir externe Beleuchtung – bitte z.B. einen Freund das Motiv aus-/anzuleuchten – mehr Möglichkeiten.
  • Stabilität: Klar, der spontane Clip auf einer Feier wird meistens aus der Hand gefilmt. Aber schon eine Tischplatte, ein Schrank oder jede andere stabile Unterlage hilft dir, die ultraleichte Kamera in deiner Hand und damit auch das Bild ruhig zu halten. Je näher du an einem Objekt bist, desto stärker fällt die unruhige Kameraführung auf am Ende auf. Tipp: Sogenannte Tischstative mit flexiblen Beinen gibt es schon ab 20 Euro.

 

Das richtige Smartphone für beste Videos und Fotos findest du natürlich im otelo-Shop.