Vom Fahrrad zum E-Bike: Smart Bikes unter der Lupe

16. Januar 2017

Es ist das zweitbeliebteste Fahrzeug der Deutschen. Mit der zunehmenden Vernetzung unseres Alltags, wird nun aus dem Drahtesel ein verdrahteter Esel. Und dieser macht dem Auto echte Konkurrenz. Wir werfen einen Blick auf die Fahrräder der Zukunft.

Vom Fahrrad zum E-Bike

Man kann schon mal durcheinanderkommen, wenn im Newsfeed von vernetzten Fahrrädern, Pedelecs, E-Bikes, Smart Bikes und Connected Bikes die Rede ist. Dabei meint ein Großteil der Begriffe eigentlich das Gleiche: ein Fahrrad das mit moderner Technik optimiert wurde. Hier wird das herkömmliche Fahrrad in vier Bereichen optimiert: Sicherheit, Leistungsmessung, Gesundheitsmessung und Service. Damit wird das Fahrrad zum Lifestyle-Objekt.

 

Drahtesel-Lexikon 1: E-Bike / Pedelec

Obwohl wir hierzulande den Begriff „E-Bike“ für alles nutzen, was Pedale und einen Motor hat, gibt es Unterschiede. Derzeit schon stark vertreten auf den Straßen, sind die sogenannten „Pedelecs“ (Pedal Electric Cycle) – Fahrräder mit einem kleinen, zuschaltbaren Elektromotor. Auf diese Weise können auch Bewegungsmuffel dazu animiert werden, in die Pedale zu treten und das Auto mal stehen zu lassen. Wer eine echte Alternative zum Auto sucht – auch unter Umweltaspekten – wird in einem Pedelec am ehesten eine finden. Soweit so gut.

 

Drahtesel-Lexikon 2: Smart Bike / Connected Bike

Und was ist nun ein smartes Fahrrad? Smart oder Connected Bike bedeutet zunächst einmal, dass dein Fahrrad mit Schnittstellen für andere Geräte ausgestattet ist, z.B. Bluetooth, GSM oder GPS. Einen Motor hat es deswegen aber nicht zwingend.

 

Das Fahrrad der Zukunft muss einiges drauf haben

Dinge die beim Auto schon selbstverständlich sind, müssen beim Fahrrad sinnvoll angepasst und optimiert werden. Zum Beispiel die Navigationsmöglichkeiten. Für Fahrradfahrer sind andere Wege interessant als für Autofahrer. Besonders in ländlichen Gegenden kommen Insider per Schleich- und Feldweg schneller ans Ziel, als die Kollegen mit vier Rädern. Aber nur, wenn der Akku hält, denn mehr Technik bedeutet auch einen höheren Energiebedarf. Die Lösung könnten Hersteller wie Zehus, FlyKly oder Copenhagen Wheel liefern. Eine elektrische Fahrradnabe lädt den Akku des Pedelecs beim Fahren wieder auf.

 

Für unfallfreies Fahrvergnügen

Das Fahrgefühl auf E-Bikes und Pedelecs ist anders. Gerade, weil alles so einfach scheint, solltest du besonders gut aufpassen. Wenn du das erste Mal mit einem E-Bike unterwegs bist, ist es sinnvoll, nicht durch die Rush Hour zu krachen. Eine entspannte Fahrt durch den Stadtpark hilft dir dabei, dich auf deinem neuen Rad einzugrooven. Vergiss nicht: Andere Verkehrsteilnehmer sehen zunächst nur ein „normales“ Fahrrad, sehen also auch nicht sofort, dass du mit deinem E-Bike wesentlich schneller unterwegs bist. Auch ein Navi sollte dich natürlich nicht vom Verkehr ablenken.

 

Die Zukunft des E-Bikes

Eines ist klar: E-Bikes & Co. werden an Bedeutung massiv zunehmen. Aktuell sind rund 72 Millionen Fahrräder auf den Straßen der Republik unterwegs. Der E-Bike Anteil steigt kontinuierlich. Wenn sich zur Rush Hour die Autos gegenseitig ein Hupkonzert bescheren, ist der E-Biker in der Regel schon unterwegs und tankt ein wenig Frischluft. Für die eigene Fitness tut er dabei auch gleich noch was.

Du kannst dein jetziges Bike auch einfach zum Connected Bike umrüsten. Zum Beispiel mit smarten Pedalen oder einem smarten Lenker. Es gibt auch Komplett-Systeme zum Nachrüsten. Zum Beispiel ein Fahrradcockpit, das eine intelligente Beleuchtung nach PKW-Vorbild gleich dabei hat. Auf diese Weise kannst du deinem geliebten Drahtesel ein Upgrade verpassen.

 

Trittst du schon smart in die Pedale? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.