In trockenen Tüchern: Mit Tipps und Apps Wasser sparen

21. März 2017

Am 22. März ist Weltwassertag – auf keinen Fall ein trockenes Thema. Auch wenn wir bedenkenlos den Wasserhahn aufdrehen, sollte uns klar sein, dass Trinkwasser nicht für jeden selbstverständlich ist. Höchste Zeit also, sich Gedanken über den eigenen Umgang mit der wichtigsten Ressource der Welt zu machen.

Weltwassertag

Du stellst morgens die Dusche an, putzt die Zähne. Dann wird sich hier mal ein Glas Wasser gegönnt, dort werden Hände gewaschen – oft wäscht eine auch die andere. In unseren Regionen ist Wasser – vor allem Trinkwasser – eine Selbstverständlichkeit. Das ist allerdings längst nicht überall so. Wasser, die Grundlage allen Lebens, ist nach wie vor ein knappes Gut.

 

Ein paar Fakten …

  • Obwohl über 70%der Erde von Wasser bedeckt sind, sind nur 0,3%Trinkwasser.
  • Ein menschliches Baby besteht zu 97% aus Wasser, ein Erwachsener noch zu ca. 70%– auf Grund des nachlassenden Wasserbindungsvermögens, sinkt dieser Wert mit zunehmendem Alter weiter.
  • Laut Umweltschutzorganisation WWF werden für die Produktion eines Fast-Food-Menüs ca. 2.500 Liter Wasser gebraucht.
  • In Deutschland verbraucht man pro Tag rund 122 Liter Wasser pro Kopf, schon 17%weniger als noch 1990 und glatt die Hälfte von dem was ein US-Bundesbürger am Tag verbraucht.

Der menschliche Körper kommt maximal drei Tage ohne Wasser aus. Schon bei 10% Wasserverlust, kommt es zu schweren Mangelerscheinungen.

 

An die Zukunft gedacht: „WaterWatchers“

Bei „Jugend forscht“ stellten die Zehntklässler Sophie und Pascal eine neue App vor, mit der sich der tägliche Wasserverbrauch überprüfen lässt. WaterWatchers heißt das Forschungsprojekt. In der Smartphone App lassen sich alltägliche Aktivitäten, die mit Wasser in Verbindung stehen auswählen. Um einen besseren Überblick über deinen Wasserverbrauch zu bekommen, kannst du beispielsweise deine Duschzeit stoppen. Und spätestens, wenn du siehst, wie bereits bei 20 Sekunden Duschzeit knapp 5 Liter Wasser verschwinden, wird dir bewusst, dass es ja nicht immer die Zehn-Minuten-Dusch-Session sein muss.

Nach eigenen Aussagen ist die App noch nicht perfekt. Man kann sie allerdings schon über den Google Play Store downloaden.

 

Smart gespart mit „Drip“

Nachdem WaterWatchers dein Bewusstsein für den Wasserverbrauch geweckt hat, geht diese Handy App das Thema Wassersparen etwas softer an. Bei „Drip“ handelt es sich um eine Apple-exklusive App für das kabellose LED-Lampensystem „Hue“ von Philips. Mit der App kannst du bestimmte Lichtsequenzen timen und einstellen und behältst so deine Duschzeit und auch deinen Wasserverbrauch im Auge. Du fragst dich wie? In einem von dir festgelegten Rhythmus werden dann vordefinierte Farbverläufe (Moods) abgespielt. Die einfachste Variante: Licht aus – Dusche fertig, zum Beispiel nach zehn Minuten Duschzeit. Oder du erstellst einfach eine Lichtszene, die zehn Minuten dauert und z.B. mit Grün beginnt und mit Rot endet. Deutlicher geht’s nicht!

Auch andere Geräte kannst du in das System integrieren. Wenn nach zehn Minuten auch noch das Radio ausgeht und die Kaffeemaschine den Café Americano frischt brüht, ist die Versuchung zumindest minimal, noch weitere zehn Minuten das Wasser laufen zu lassen. Gibt es eine schönere Art Wasser zu sparen? Das nicht, aber es gibt durchaus noch ein paar Weitere.

Finde diese App sehr speziell, da sie ja nur für Apple verfügbar ist und an das System von Philipps geknüpft ist… Gibt es vielleicht noch eine Alternative?! Vielleicht gibt’s ja was womit Man Wasser spenden kann o.Ä.

 

Was du tun kannst:

  1. Den Wasserhahn und die Duschbrause zuzudrehen ist keine Zauberei. Beim Zähneputzen und beim Einseifen läuft das Wasser bei dir weiter? Vollkommen unnötig. Hier lassen sich einige Liter sparen, wenn du mal bewusst den Hahn zudrehst. Wie viele Liter du genau dabei sparen kannst, sagt dir WaterWatchers.
  2. Warum nicht einfach mal öfter kälter duschen, statt jedes Mal die ganze Wanne volllaufen zu lassen? Je nach Duschverhalten genügt es schon, eine Minute kürzer bei einem Grad weniger zu duschen – et voila: knapp hundert Euro gespart.
  3. Das WELL-Label kennzeichnet europaweit ressourcensparende Geräte, z.B. Armaturen und Duschköpfe im Bad- und Sanitärbereich. Eine Neuanschaffung muss nicht die Welt kosten, spart aber in jedem Fall Wasser und Geld.
  4. Die meisten Toiletten haben heutzutage eine Wasserspartaste. Nutze sie.
  5. Waschmaschine und Geschirrspüler sind tolle Erfindungen, aber auch diese solltest du nachhaltig und vernünftig nutzen. Dein Geschirr sieht schlimm aus? Einfach mal vorher einweichen oder das Gröbste schnell selbst mit der Hand abspülen – dann reicht meistens auch das Sparprogramm. Die Waschmaschine am besten nur voll und bei niedriger Temperatur (40 Grad reichen!) anstellen.

 

Wie behältst du deinen Wasserverbrauch aktiv im Blick? Du hast noch App-Tipps und Hinweise zum Wassersparen für uns? Immer her damit.