Zwischen Avantgarde und angesagt: Google macht Mode smart

11. Oktober 2016

Wer Fashion mag, wird auch „Project Muze“ lieben – eine Entwicklung von Google und Zalando. Was die App kann und welche Fashion-Apps noch anziehend wirken, haben wir dir maßgeschneidert.

Muze

Der Postmann muss gar nicht mehr klingeln

 

Es klingelt an der Tür, der Postbote hält ein Zalando-Paket bereit und kaum erblickt die Fashionista das Objekt, kreischt sie sich die Kehle aus dem Leib. Die Folge: Verzückte Postboten und ein Unternehmen das sich innerhalb von acht Jahren vom Start-up zum Global Player entwickelt hat.

 

Doch Zalando liefert dir nicht nur deine neuen Outfits, sondern gestaltet die Modewelt auch aktiv mit. Die Software-Experten von Zalando haben sich mit Google zusammengesetzt. „Project Muze“ soll jedem Nutzer die Chance geben originelle Mode zu kreieren.

 

Damit du Fashion-Ikone spielen kannst, beantwortest du Fragen, z.B. nach Alter, Wohlfühlorten oder Seelentier. Ein Algorithmus errechnet dann aus diesen Antworten deinen Style. Grundlage ist eine Datenbank, die von 600 Menschen aus der Modewelt (u.a. Blogger, Designer) mit Mustern, Stilen etc. gefüllt wurde. Unterfüttert wurde dieser Datensatz mit dem Google Mode Trendreport, einer Analyse der Google-Suchanfragen nach Bekleidung, Fashion und angesagten Modetrends.

 

Mein Selbstversuch und ich

Ich bin neugierig. Drüber schreiben kann jeder, aber selbst ausprobieren macht viel mehr Spaß. Ich gebe an, dass ich ein Mann bin, dazu mein Alter und als Stil „Vintage“ - das liest sich auch besser als „was grade auf der Leine hängt“. Kurz noch die Stimmungsfrage beantworten und schon ... wird mir ein türkisfarbener Glitzer-Einteiler mit erdfarbenen Schals empfohlen. Ich mache weiter und beantworte neue Fragen. Die Vorschläge der App haben nur wenig mit der Realität zu tun: Skinny Jeans und Holzfällerhemd wird mein digitales „Ich“ in dieser App wohl nie tragen. Es geht bei Project Muze vor allem um extravagante Schnitte und Muster. Diese werden dir quasi an Hand deiner Persönlichkeit auf den virtuellen Leib geschneidert – Mode nach Persönlichkeit, nicht nach Standards.

Mit allen vorgeschlagenen Project Muze-Outfits wäre ich auf jeden Fall ein Highlight auf den Laufstegen der Welt - alltagstauglich sind die Kombinationen allerdings nicht.

 

Google Projekt Muze Fashion

 

Des Nutzers neue Kleider

Dank Project Muze weißt du nun, dass lilafarbene Zebrastreifen ein Thema sind. Das hilft dir bei deinem Outfit für heute Abend aber noch nicht weiter. Es muss ja auch nicht immer so ausgefallen sein wie Project Muze. Mode-Apps für dein Smartphone oder Tablet sollen dir ja meist bei der Auswahl deiner Kleidung helfen – nicht beim neu-designen. Wenn dir Abwechslung bei deinen Outfits wichtig ist, machst du mit der  App „My Fashion Assistant“ alles richtig. Du kannst deine Outfits knipsen und mit Hinweisen versehen und – Highlight – in den eigens integrierten Kalender eintragen: So timest du, wann du den Lieblingspulli das nächste Mal tragen wirst, oder wann du ihn zuletzt getragen hast. Und auf „Hattest du diesen Pullover nicht schon mal an?“, kannst du dann wahrheitsgemäß antworten: „Ja, laut Kalender vor genau zwei Wochen!“

 

Dein Partydress ist gefunden. Wenn du darüber hinaus auch wissen willst, was auf den Laufstegen der Welt so abgeht, ist „Fashion Style“ dein Fenster zur Modewelt. Egal ob Karl Lagerfeld in Berlin ein neues Kleid präsentiert, oder ein Newcomer etwas in Paris: Du bist up-to-date.